Laut einer neuen Studie des spanischen Verbandes für Selbstfürsorge sind fast zwei Drittel der Spanier der Meinung, dass Reisen ihnen das größte Wohlbefinden verschafft. Für fast die Hälfte ist Reisen sogar unverzichtbar, um sich glücklich zu fühlen. Diese Zahlen sind Teil der jährlichen „Radiografía del Autocuidado de la Salud” (Radiographie der Selbstfürsorge im Gesundheitsbereich).
Die Studie zeigt, dass die Wertschätzung des Reisens je nach Altersgruppe unterschiedlich ist. Bei den 56- bis 70-Jährigen geben mehr als sieben von zehn an, dass sie durch Reisen viel Wohlbefinden erfahren. In der jüngeren Gruppe der 26- bis 40-Jährigen sind es etwa zwei von drei, während die mittlere Altersgruppe (41-55 Jahre) einen niedrigeren Wert aufweist.
Innerhalb Spaniens sind Sonne- und Strandurlaube am beliebtesten (etwa ein Drittel), gefolgt von Städtereisen mit kulturellem Erbe (fast ein Viertel) und Landtourismus (etwas mehr als ein Fünftel). Wer ins Ausland reist, entscheidet sich vor allem für kulturelle Städtereisen (fast die Hälfte) oder andere Städtereisen (gut ein Drittel). Nur jeder Zehnte bevorzugt Sonnenurlaube außerhalb Spaniens.
Was die Dauer betrifft, so fahren die meisten Menschen ein bis zwei Wochen in den Urlaub (etwa ein Drittel), gefolgt von kürzeren Reisen (jeder Fünfte) oder zwei bis drei Wochen (fast jeder Fünfte). Auffällig ist, dass fast jeder Fünfte länger als drei Wochen in den Urlaub fährt, vor allem unter den über 71-Jährigen. Dennoch fährt etwa jeder Zehnte der Befragten überhaupt nicht in den Urlaub.
Bei der Wahl des Urlaubs spielen vor allem das verfügbare Budget und das Reiseziel selbst eine Rolle (jeweils etwas mehr als die Hälfte). Andere Faktoren wie die Reisebegleitung (fast die Hälfte) und die Sicherheit (vier von zehn) spielen eine geringere Rolle. Nachhaltigkeit, die Gesundheitssituation vor Ort und das Verkehrsmittel sind für die meisten Menschen kaum von Bedeutung.
Auffällig ist auch, dass fast die Hälfte der Urlauber ein Erste-Hilfe-Set mitnimmt. Dieser Prozentsatz ist bei älteren Menschen höher: Etwas mehr als die Hälfte der über 71-Jährigen tut dies, gegenüber weniger als vier von zehn der 18- bis 25-Jährigen. Der spanische Verband für Selbsthilfe anefp empfiehlt, auf jeden Fall Schmerzmittel, ein Thermometer, Antihistaminika und Desinfektionsgel einzupacken.
Quelle: Agenturen





